германский военно-морской флаг

Kriegstagebuch des Marinegruppenkommandos Süd 13.10.1941

германский военно-морской флаг
Datum und Uhrzeit Angabe des Ortes, Wind, Wetter, Seegang, Beleuchtung, Sichtigkeit der Luft, Mondschein usw. Vorkommnisse
     
      Sofia, den               
    13.Oktober 1941    
      Lage am 13.10.41:  
    A.  Aegäis .  
                  zu  a)     1) Dardanellenüberwachung, Minensucharbeiten, Ujagd im Seegebiet Saloniki, Lemnos, Volos, Golf von Athen planmässig. Um 13.00 Uhr eine Treibmine imKanal von Phleves gesprengt.
                  zu  b)     1) 12.10. 06.00 Uhr Uboot in 35 Grad 55 Min. Breite, 26 Grad 05 Min. Lange Kurs 225 Grad gesichtet. Flugzeugangriff auf Piräus: 2 Schiffe leicht beschädigt durch Bomben und Flaksplitter, einige Bomben ins Wasser, einige in die Stadt. Schaden an Wohnhäusern, einige Verletzte, angeblich ein Toter. Abwehr ohne erkennbaren Erfolg.
                  zu  c)     1) D.“Virginia S“ und “Livenza“ 13.10. Piräus 02.00 Uhr von Euböa-Kanal ein.
                                2) TD.“Prodromos“ und D.“Trapani“ und “Elli“ 06.15 Uhr Chalkis nach Norden ausgelaufen. Eintreffen voraussichtlich 14.10 früh Saloniki.
                  zu  d)     1) TD.“Petrakis-Nomikus“ und “Torchello“ und D.“Burgas“ 15.10. früh auslaufen Piräus nach Saloniki.
                                2) D.“Balcic“ und “Balkan“ 17.10. vormittags auslaufen Dardanellen nach Piräus-.
    B.Schw.Meer:  
                  zu  a)     1) Keine Tätigkeit in See und Luft wegen Wetterlage.
                                2) Luftaufklärung:
08.46 Uhr Kertsch: 3 mittl., 5 kl. Frachter,
08.50 Uhr Tamanskaja: 1 mittl.Frachter, 4 Kähne,
09.13 Uhr Eisk-Hafen: 1 grosses Schwimmdock, 1 kl. Fracher mit starker Rauchentwicklung,
09.15 Uhr Noworossisk: 2 Kreuzer, 4 Zerstörer, 4 Uboote, mehrere kl. Schiffe. Ausserhalb der Bucht 7 mittl. , 2 grosse Frachter.
09.25 Uhr 5 km westl. Port-Katon 18 Boote an der Küste. Hafen 20 Boote , 10 km N O Margaritowka 30 Boote an der Küste.
10.04 Uhr 5 km NO Sjemibalka etwa 40 kl. Boote.
10.45 Uhr Eisk-Hafen: 1 Dock, 1 ansch. Kreuzer,
10.55 Uhr Taganrog-Hafen 5 Frachter,
15.12 Uhr Kertsch-Hafen 1 ansch. Hilfskriegsschiff 90 m lang , 11 Frachter etwa 14 000 t.
15.21 Uhr Tamanskaja: 2 km N 1 Schlepper mit 3 Frachtkähnen Kurz Hafen
15.24 Uhr Kamysch-Hafen: 1 leichter Krz. getarnt,
15.15 Uhr Kertsch-Hafen: 4 gr. Frachter vor Anker 10 kleine Frachter vor Anker
15.17 Uhr Strasse von Kertsch: 1 leichter Krz. im Schlepp, Hauptkurs SSO.
15.18 Uhr Tamanskaja Hafen: 2 kl. Frachter vor Anker.
15.25 Uhr Feodosie Hafen: 1 grosser Frachter einlaufend. 2 grosse Frachter am Kai.
13.00 Uhr Asow-Hafen: 1 Transporter 15.000 t-
Aufklärung 14.20 – 15.37 Uhr:
Odessa Hafen: 1 Handelsschiff 5 – 6000 t am Kai .
Im Hafenbecken: 6 kl. Küstenfahrzeuge.
                                3) In Strichpeilung 11.10 Uhr von Konstanza 70 Grad 1 Kreuzer oder Zerstörer. Grosse Lautstärke.
                  zu  b)     1) NNO Sulina meldet 18.35 Uhr Postenmeldung Schlangeninsel: 2 Einheiten mit Flugzeugsicherung in Sicht.
                  zu  d)     1) Bei Wetterbesserung 14.10. “Murgescu“ von Burgas nach Konstanza, 2 S-Boote von Konstanza nach Bugaz, 4 Schlepper von Bugaz nach Konstanza.
                B.Nr. 4515/41 gKdos.   
         Der Flugzeugangriff auf Piräus veranlasst mich, den Admiral Aegäis noch einmal auf die Wichtigkeit einer guten Luftschutzorganisation, vor allem in der Werft, hinzuweisen. Bisher konnte in dieser Beziehung nur wenig geschehen. Ich hoffe, dass durch die letzten Angriffe nicht nur der Luftschutz auch austerhalb der Marineanlagen aufgezogen, sondern auch der Uebung der Flak erhöhte Bedeutung beigemessen wird.
           Nach Mitteilung der Skl. ist der Stand des Flakschutzes in Varna und Burgas dem Führer vorgetragen worden, der dem augenblicklichen Schutz für ausreichend hält.-
         Auf meine Anfrage, ob es sich bei den Minen, denen das FR-Boot vor Bugaz zum Opfer gefallen ist, um neu ausgelegte Minen handeln kann, meldet die Donauflottille, dass die Detonationsstelle vor dem gesamten Räumverband überlaufen worden war, und dass es sich wahrscheinlich um eine neue, entweder vom Flugzeug oder vom Uboot geworfene Sperre handelt. Die Donauflottille schlägt bei dieser Gelegenheit das Auslegen einer Schutzsperre vor Bugaz vor. Zur Vorbereitung derartiger Sperrunternehmen habe ich bereits neue Minen aus der Heimat angefordert. Das Auslegen dieser Sperren wird aber erst dann durchführbar sein, wenn die augenblicklich dringlichen aufgaben erledigt sind. Wahrscheinlich werden wir auch die genaue Erkundung der russischen Sperren abwarten müssen, um einmal diese in unser Verteidigungssystem einzubeziehen und andererseits uns auf Grund der Erkundungsergebnisse den vorhandenen russischen Sperren anzupassen.
         Auf die Mitteilung der Luftflotte 4 , dass die Luftflotte nicht vor dem 18.10. Luftstreitkräfte stellen kann und auf die nun ausgesprochene Bitte der Heeresgruppe Süd , die im Gegensatz zu der Stellungnahme des A.O.K. XI steht, den Nachschub über See doch dringlich zu betreiben, gebe ich folgendes Fernschreiben an die interessierten Stellen ab:
    gKdos.Chefsache!
            1)      Durchführung Sonderaufgabe “Lola“ war für 14. vorgesehen. Da Luftflotte ab 14. für Heeresaufgaben in Anspruch genommen, notwendige Unterstützung durch Luftverbande zur Sicherung nach Mitteilung Luftflotte wahrscheinlich nicht vor 18. möglich.
            2)      Marinemission muss über Datum, an dem Luftverbände mit Sicherheit zur Verfügung stehen, 3 Tage vorher unterrichtet sein zwecks Vorbereitung Operation und Beginn Beladung vorher wegen Explosionsgefahr auf Dampfer durch undichte Benzinfässer nicht möglich.
            3)      Endgültige Entscheidung über Durchführung abhängig von Seelage, vor allem vor Zielhafen, die sich durch beginnende Heeresoperationen verändern kann, ferner durch Wetter und Mond (Neumond 20.10.) Minenlage vor Ausgangshafen kann trotz stark zunehmender russ. Minen- und Ubootstätigkeit voraussichtlich zeitgerecht erkundet werden. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt, so bleibt als nicht zu behebender Unsicherheitsfaktor , der für sich allein Erfolgsaussichten mit 50 zu 50 bestimmt, Minenlage zwischen Krim und Tendra und vor Zielhafen, wo nach Abwehrmeldungen Sperren liegen sollen. Wenn auch nach Ansicht Gruppe durchgehende und starke Sperren trotzdem nicht sehr wahrscheinlich , so doch bestimmt Minengefahr. Nachprüfung nicht möglich. Ausserdem Nachschubdampfer ohne Minensicherung und Minenschutz. Gruppe muss deshalb Wert darauflegen, dass nach bestem Ermessen übrige Voraussetzungen gegeben.
            4)      Gruppe annimmt, dass Landlage östlich Tendra Halbinsel bis Zielhafen völlig bereinigt und alle Ufer im deutschen Besitz. Ebenso dass Flakschutz im Zielhafen für wertvolle Schiffe und Ladungen auch über Entladezeit hinaus zeitgerecht bereitgestellt. Mit Rückkehr Schiffe vorerst nicht zu rechnen.
            5)      Chef Lehrkommando bereitet hiernach Operation vor nach Anweisung Marinemission in Zusammenarbeit mit General Zander und A.O.K. XI . Gruppe laufend unterrichten.
            Mar.Gr.Süd Op 275/41 gK.Chefs.
         Da die Heeresgruppe Süd vorher über die Beurteilung der Durchführbarkeit im einzelnen nicht unterrichtet war, setze ich dies in dem Fernschreiben unter Angabe der seinerzeit in der Besprechung in Bukarest festgelegten Voraussetzungen auseinander.
     
подпись командующего военно-морской группой «Юг» адмирала Шустера (Admiral Schuster)

Использованные источники

[1] Kriegstagebuch des Marine Gruppenkommandos Süd für die Zeit vom 1.10.-15.10.41. (предоставлено Морозовым М. Э.).

Дата последнего изменения: 12.11.2013.

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