германский военно-морской флаг

Kriegstagebuch des Marinemission Rumänien (31.07.1941 - 15.08.1941)

германский военно-морской флаг
Datum und Uhrzeit Angabe des Ortes, Wind, Wetter, Seegang, Beleuchtung, Sichtigkeit der Luft, Mondschein usw. Vorkommnisse
     
   1.8.41
13.00
Konstantza
Gutes Wetter
Leichte Winde,
leicht bewegte See.-
Mässig bewölkt u.
gute Sicht.
Angriff auf Konstantza durch zwei aus verschiedenen Richtungen anfliegende Gruppen russischer Kampfflugzeuge. Die 1. Gruppe von 3 Flugzeugen wurde durch deutsche Jäger nach See abgedrängt, ohne zum Bombenabwurf zu kommen. Der 2. Gruppe, die aus Norden angriff, aus 2 Flugzeugen bestand und durch das Freyagerät nicht erfasst werden konnte, weil sich zu viele Flugzeuge in der Luft befanden, gelang es aus etwa 6000 m Höhe 11 Bomben abzuwerfen, von denen 8 in den Hafen und 3 in See fielen. 1 Kesselwagen ist ausgebrannt, ein anderer konnte gelöscht werden. Der Minenleger “ Durostor “ wurde schwer und 1 Schlepper leichter beschädigt. – Die deutsche Flak hatte einige Leichtverletzte und die rum. Marine einige Tote und Verletzte. Der Zerstörer “ Maresti “ ist wieder K.B. und das U-Boot für 2 Tage ausser K.B.
  Donaudelta. Die Kontrolle im Tulcea-Arm und im Sulina Kanal wurde ohne Minenergebnis fortgesetzt. Mit Bezug auf die rum. Sperre meldet die Donauflottille, dass nach deren Feststellungen nicht 38, sondern nur 30 Minen, und zwar in ungleichmässigen Intervallen, geworfen worden sind. Die Minen liegen daher in unregelmässigen Abständen. Es wurden durch die rum Räumboote bisher nicht 22, sondern nur 18 oder 19 Minen geräumt. In den letzten Tagen hatten die Rumänen, trotz Suchens, kein Räumergebnis.–
Die Donauflottille wird für die rum. Boote Spezialisten stellen und die Leitung der Räumung dieser Sperre übernehmen. Dazu werden die an der Sulina Sperre räumenden Boote der rum. Donaudivision dem Chef der deutschen Donauflottille taktisch unterstellt.
07.30 Sulina. Angriff durch 6 russ. Kampfflugzeuge mit 2 Bombenabwürfen, die in Sumpfgelände und in See fielen und keinen Schaden anrichteten.
  Schwarzes Meer. Die Liftaufklärung ergab ebenso wie die Beobachtungen der MPS-Mamaia nichts wesentlich Neues. Von und nach Odessa wurde die schon seit Tagen beobachtete Geleittätigkeit erneut festgestellt.
Odessa selbst ist ziemlich stark mit Handelsschiffen, verschiedener Grösse belegt.
  Russische Seestreitkräfte:
Durch Bildaufklärung ist festgestellt worden, dass jetzt 3 Kreuzer der Kirow-Klasse fertiggestellt in Sewastopol liegen. Mit der Frontbereitschaft dieser 3 Kreuzer ist zu rechnen. –
Der vierte Kreuzer dieser Klasse ist noch im Ausrüstungs-Stadium und liegt in Nikolajew.
7.8.41 Konstantza
Stürmische westliche
Winde.
Starker Temperatur-
fall.
Rumänische Seestreitkräfte:
Das U-Boot “ Delfinul “ ist wieder K.B.
  Allgemeines über die rum. Sulina-Sperre:
  An das Marinegruppenkommando Süd ist der nachstehende Kurzbericht über die Minenlage in der Sulinamündung gegeben worden:
       Die Sperre wurde am 27.6. auf Anordnung des Kommandanten der Kgl. Rum. Marine, Admiral Rosca, zwischen Molen und Ansteuerungstonne geworfen, obwohl von der Marine-Mission nur das Einverständnis vorlag, den Minenleger “ Aurora “ in Sulina bereitzuhalten, um nur im Falle eines klar erkannten russischen Einbruches die Minen in die Einfahrt zu legen ( siehe KTB Mar.Miss.).
     Die Marine-Mission hat seit Ausliegen der Sperre das Kdo. d.Klg.Rum.Marine wiederholt auf die Notwendigkeit eines besonders sorgfältigen Räumens hingewiesen und verlangt, dass diese Arbeit baldmöglichst in Angriff genommen werde, Gerät und Fachpersonal wurden zur Verfügung gestellt. Mit dem 3.8. wurde die Donauflottille, die bis dahin mit den Arbeiten im Delta voll in Anspruch genommen war, verantwortlich mit der Leitung der Räumarbeiten beauftragt.
       Folgendes wurde bisher festgestellt: Es sind 30 Minen geworfen, und zwar überhastet, wahrscheinlich mit Stuhl und Abziehdrahtlängenständen in unregelmässigen Abständen und Kursen. 18 - 19 Minen sind von den Rumänen geräumt und gesprengt, davon 2 entschärft, 1 durch Donaudivision geräumt, herausgeschleppt und auf ca. 8 m Wasser ausserhalb des Fahrwassers abgeschossen. ( nicht detoniert). 1 weitere Mine ist wahrscheinlich herausgeschleppt. Das Fahrwasser ist zurzeit bis 6 m Tiefe frei von am Ankertau stehenden Minen; es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, dass die restlichen 10 - 11 Minen im Grunde des Fahrwasser bezw. am Rande liegen, wahrscheinlich versandet, da inzwischen starke Grundbewegungen eintraten ( durchschnittliche Versandung 1.5 m). Bei dem notwendig werdenden Ausbaggern der Rinne besteht die Gefahr, dass scharfe Minen vom Bagger gefasst und zur Detonation gebracht werden. Die Marine-Mission hat schweres Minenräumgerät angefordert und wird mit geeigneten Schleppern den Grund abräumen lassen, um etwa noch herausragende minen zu erfassen und nach Möglichkeit zu beseitigen. Es ist beabsichtigt, zunächst nur Saugbagger einzusetzen, da diese weniger gefährdet erscheinen als Eimerbagger. Ferner werden die Grundräumarbeiten auch während des Baggerns so lange fortgesetzt werden, bis alle geworfenen Minen soweit beseitigt sind.
       Zusammengefasst stellt die derzeitige Lage der Dinge eine schwere Gefahr für die Sulinamündung sowohl im Hinblick auf die jetzt notwendig werdende Schiffahrt als auch für später dar, da eine Sicherheit für den Erfolg der jetzt in Angriff zu nehmenden Räumarbeiten nicht gegeben werden kann.
       Das Kommando der Kgl.Rum. Marine ist auf die schwerwiegenden Folgen des seinerzeit übereilt und gegen den Rat der Marine-Mission erfolgten Werfens der Sperre hingewiesen.

Использованные источники

[1] Kriegstagebuch des Marinemission in Rumänien 31.07.1941 – 15.08.1941 (предоставлено Морозовым М. Э.).

Дата последнего изменения: 28.02.2018.

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