германский военно-морской флаг

Kriegstagebuch des Marinegruppenkommandos Süd 15.10.1941

германский военно-морской флаг
Datum und Uhrzeit Angabe des Ortes, Wind, Wetter, Seegang, Beleuchtung, Sichtigkeit der Luft, Mondschein usw. Vorkommnisse
     
  Sofia, den 15.10.41      Lage am 15.10.:
       A. Aegäis:  
                  zu  a)     1) Dardanellenüberwachung, Minensucharbeiten, Ujagd im Seegebiet Saloniki, Lemnos, Volos, Golf von Athen planmässig ohne Vorkommnisse. Seeraum Äegina – Phleves durch Flugzeuge nach Minen ohne Ergebnis abgesucht.
                  zu  b)     1) Geleitzug“Burgas“,“Petrakis Nomikos“und TD.“Torcello“ auf Marsch Piräus nach Saloniki durch von T-Boot “Sirio“ 09.50 Uhr gesichtetes Uboot bei Insel Absida zwischen Phleves und Cap Sunion angegriffen. Ein Torpedo Oberflächenläufer. Sicherungsflugzeug erkannte erst Blassenbahn, Abwehrmanöver des Verbandes daher nicht mehr möglich. Trotzdem Fehlschüsse. Wasserbomben von Flugzeug Blindgänger, über Bekämpfung durch T-Boote noch keine Meldung. Ujagd mit S-Booten , Ujägern und Flugzeugen angesetzt. Bei Angriff stand Uboot 1 Meile von Land zwischen Küste und Geleitzug und schoss nach See zu.
                  zu  c)     1) TD.“Torcello“ , “Petrakis Nomikos“ und D.“Burgas“ Geleit “Sirio“, “Alcione“ und “Sella“ 07.00 Uhr Piräus aus nach Saloniki, Einlaufen voraussichtlich 16.10. 18.00 Uhr-.
                                2) TL.“Elly“ 06.15 Uhr Saloniki ein von Piräus.
                                3) D. “Artemis“ Piräus aus nach Chalkis.
                                4) Türk.D.“Curtulus“ mit Liebesgaben 15.10. 18.00 Uhr Piräus ein.
                  zu  d) Ital.T-Boots “Calatafimi“ und “Castelfidardo“ 16.10. 07.00 Uhr Saloniki aus nach Piräus.
        B. Schw.Meer.:  
                  zu  a)     1) 4 Amselschlepper 17.00 Uhr Konstanza eingelaufen.
                                2) Lehrverband Bulgarien Kontrollfahrten vor Varna und nach Süden auf Weg “Murgescu“, der mit Zerstörersicherung 09.30 Uhr Varna aus zum Marsch nach Konstanza..
                                3) Mausi-Flugzeugeinsatz bei Bugaz-Ausfahrt ohne Räumerfolg.
                                4) “Brunhild“ Marsch nach Giurgiu.
                                5) Luftwaffe beobachtet an den Kais in Odessa Truppemansammlungen, die auf Abtransport schliessen lassen.
                                6) Auf Rückmarsch Mar.Lehrverband dicht bei Wrack “Carol“ eine russische Mine geschnitten.
                                7) 10.34 Uhr von NPS feindl. Uboot 1 Seemeile OzS von Caliacra gepeilt, durch Sicherungsflugzeug gesichtet und mit Bomben angegriffen. Wirkung nicht beobachtet.
                                8) Luftaufklärungsergebnisse: 07.45 Uhr 4 Schiffe Sulina in Abstand von 5000 m passiert, vermutlich Schlepper (Amselschlepper).- 08.00 Uhr 2 Zerstörer 10 sm SO Odessa gestoppt. – 09.30 Uhr Rostow-Hafen 4 Frachtschiffe zusammen 09.40 Uhr im Hafen von Taganrog 6 Schiffe bis 7000 t, anscheinend Kriegsfahrzeuge , vor dem Ausgang des Hafens 2 Frachtschiffe von 2 – 3000 t mit Kurs auf Taganrog. – 10.05 Uhr Jeisk 5 Handelschiffe 5 –7000 t mit Kurs auf Taganrog. – 10.00 Uhr 5 sm westl. Kap Tendra 1 Wachboot mit 1 kleinen Handelsschiff bis 2000 t.10.10 Uhr 5 sm östl. Odessa 2 Zerstörer mit geringer Fahrt, Ostkurs, ferner 1 schw. und 1 leichter Kreuzer. – 07.03 Uhr 10 sm westl. Kap Tarchankutskij 1 anscheinend Vp.-Boot , Kurs 90 Grad, 10 sm. Etwa 10 sm. nordöstl. davon 1 VP.Boot, geringe Fahrt, Kurs 340 Grad. – 15.21 Uhr Qu. 34 740 1 grosses Handelsschiff, 1 Begleiter 18 sm, Kurs Ost. 17.15 Uhr Qu. 17 834 Geleitzug mit 7 Handelsschiffen Kurs 30 Grad. 18.30 Uhr Qu. 0763 1 Schlachtschiff 1 schw. Kreuzer, 2 Zerstörer gestoppt. 14.07 Uhr Qu. 1623 kl. Handelsschiff Kurs NW, geringe Fahrt.
                                9) Nach Negativauswertung 07.30 Uhr Ak-Metschet Hafen 8 kl. Frachter, 12 Fischerboote.
                              10) Seit 14.10. abends starker Funkverkehr beobachtet. In See 5 Kreuzer oder Zerstöer, darunter wahrscheinlich eine schwere Einheit. Zahlreiche Fahrzeuge unbekannten Typs und mindestens 2 Uboote . Peilungen 14.10. 17.50 Uhr 17.50 Uhr Kreuzer oder Zerstörer in Richtung Odessa-.
                              11) LT.Einsatz: In Qu. 2654 1 8-10 000 ts Dampfer im Geleit mit 2 Bewachern und 1 Zerstörer angegriffen, keine Wirkung beobachtet. 2. Flugzeug beide LT im Luftkampf mit 3 Jägern abgeworfen.
                  zu  d)     1) “Dacia“ von Burgas mit Sicherung Erledigung Sperrstück 4 und 2 Süd, dann Konstanza. Bei Sperrstück 2 Lehrverband Kontrollfahrten, bulgarische T_Boote Ujagd. Rum. T- und K-Boote nach Ablösung durch Zerstörer Varna ein zum Bunkern-.
                                2) Rum. S-Boote Marsch nach Sulina, Ansatz von Sulina.
                                3) Einsatz Mausi-Flugzeuge bei Bugaz-Ausfahrt.
           Mar.Gr.Süd Op 4506/41 gKdos.
       Aus der LuftAufklärung kann geschlossen werden, dass die Russen Odessa räumen. Der gesamte Verkehr in dem Seegebiet vor Odessa hat ebenfalls nachgelassen. Mine weitere Bestätigung dieser Nachrichten, vor allen Dingen auch durch die Landlage , bleibt abzuwarten.
       Das O.K.M. teilt mit, dass zur Verfügung der Gruppe Süd nach der Aegäis 6 kleine spanische Schiffe und 5 italienische Küstenfahrzeuge überführt werden sollen-. Gerade diese kleinen Fahrzeuge werden im Küstenverkehr und auch nach Kreta , sofern sie bald kommen, eine gewisse Entlastung bringen, da sie bei dem Mangel an Sicherungsfahrzeuge vielleicht ohne dauernden Geleitschutz eingesetzt werden können.
       Nach Mitteilung des Admiral Aegäis ist vom Wehrmachtsbefehlshaber Südost eine günstige Regelung der in der neuen Führerweisung bestimmten Organisation zu erwarten: Eine vollständige Eingliederung des Admiral Aegäis findet nicht statt.
       Die Auffassung des Wehrmachtsbefehlshabers über die neu anlaufenden Transportaufgaben (Austausch der 5.Geb.Div.) ist die gleiche, wie die der Marinedienststellen. Von Seiten des Wehrmachtsbefehlshaber ist ein Generalstabsoffizier nach Berlin geschickt worden, um Einspruch gegen diesen Umtausch unter Hinweis auf die Transportschwierigkeiten zu erheben. Admiral Aegäis schlägt eine baldige Besprechung unter Hinzuziehung des Stabschefs der Gruppe Süd in Athen vor. Bei dieser Gelegenheit soll auch die Klärung der eigenen Befehlsorganisation im Zusammenhang mit den neuen Ubootsaufgaben erfolgen.
       Vor einiger Zeit war ich darüber unterrichtet worden, dass der Armee-Pionieroffizier des A.O.K. XII Zementschiffe baut. Nach Mitteilung des mit der Prüfung beauftragten Admiral Aegäis handelt es such um etwa 400 ts grosse Schiffe, die zunächst für reine Pionierzwecke bei Eignung auch für den Frachtverkehr , gebaut werden. Die Seeignung ist noch nicht beurteilt. Admiral Aegäis wird sich in die weitere Verwendung dieser Fahrzeuge einschalten, in erster Linie auch deshalb, damit durch diesen Bau kein für den sonstigen Seeschiffsbau wichtiges Material , wie z.B, Motoren, verbraucht wird.
       Der B.d.U, gibt eine kurze Lagebeurteilung für den Ubootseinsatz im Mittelmeer, die sich mit der Auffassung der Gruppe deckt. Der B.d.U. hat befohlen, auf die Motorsegler Oberflächenläufer zu schiessen. Nach Ansicht des B.d.U. müsste eine Erweiterung des bisherigen Einsatzes der Uboote in die wahrscheinlich erfolgreichen Gebieten das östlichen Mittelmeer im Hinblick auf den Gesamterfolg ins Auge gefasst werden.
       Ich stimme dieser Lagebeurteilung zu, allerdings unter der selbstverständlichen Voraussetzung , dass der Einsatz vor der afrikanischen Küste Schwerpunkt bleibt, Immerhin scheint es mir möglich, und auch zweckentsprechender, in diesem Gebiet weniger Uboote als bisher einzusetzen.
         Der Bevollmächtigte Kommandierende General in Serbien stimmt der Rückgabe von 2 FR-Booten für den Einsatz im Schwarzen Meer zu.
       Im Hinblick auf den verstärkten feindlichen Uboots-einsatz in der Aegäis liegt mir besonders an der Fortführung der Verminungen gegen Uboote. Leider ist die “Bulgaria“ nach Durchführung ihrer Aufgaben vor den Dardanellen mit so viel See- und Maschinenschäden zurückgekehrt, dass ihre Verwendung nicht vor 8 Wochen zu erwarten ist. Minen sind aber z.Zt, nur in Saloniki verfügbar. Es fehlt an einem Transportfahrzeug, um die Minen von Saloniki nach Athen zu bringen, da die dafür geeigneten bulgarischen Dampfer keine Minen mitnehmen dürfen. Wie weit sich überhaupt diese für mich immer dringender werdenden Aufgaben mit den neuen grossen Seetransporten verbinden lassen, ist mir z.Zt. noch nicht ganz klar. Ein Rückgriff auf die jetzt allein verfügbaren italienischen T-Boote bedeutet wieder eine längere Schwächung der Sicherung, mit der der Wehrmachtsbefehlshaber sich verständlicherweise nicht einverstanden erklären wird, und die ich auch nach Beurteilung der gesamten Transportlage kaum für durchführbar halte. Ich muss versuchen, von italienischer Seite ein geeignetes Wurffahrzeug, dass auch gleichzeitig die Minen von Saloniki antransportiert, zu bekommen.
       Auf die Anfrage wegen der Verminung russischer Häfen im Schwarzen Meer werde ich von der Marinemission Rumänien darüber unterrichtet, dass die Luftflotte 4 nach Anweisung des Ob.d.L. an erster Stelle Noworossisk und an zweiter Stelle Sewastopol vermint. Von der Verminung der Strasse von Kertsch ist auf Bunsch des O.K.H. Abstand genommen worden. Auch in dem Hafen von Odessa finden keine Verminungen statt. Die Störung der Transportbewegungen wird durch die z.Zt. nur geringen Kampfstreitkräfte der Luftwaffe vorsucht, von denen aber kein grosser Erfolg erwartet werden kann.
     
подпись командующего военно-морской группой «Юг» адмирала Шустера (Admiral Schuster)

Использованные источники

[1] Kriegstagebuch des Marine Gruppenkommandos Süd für die Zeit vom 1.10.-15.10.41. (предоставлено Морозовым М. Э.).

Дата последнего изменения: 12.11.2013.

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