германский военно-морской флаг

Kriegstagebuch des Marinegruppenkommandos Süd 12.10.1941

германский военно-морской флаг
Datum und Uhrzeit Angabe des Ortes, Wind, Wetter, Seegang, Beleuchtung, Sichtigkeit der Luft, Mondschein usw. Vorkommnisse
     
      Sofia, den               
    12.Oktober 1941    
     Lagemeldung 12.Oktober 1941:
    A.           zu  a)     1)
  Aegäis
     Dardanellenüberwachung planmässig ohne Vorkommnisse. Minensucharbeiten, Ujagd im Seegebiet Saloniki, Lemnos, Volos, Golf v, Athen planmässig ohne Vorkommnisse.
                                2) Fliegersichmeldung 16.25 Uhr im Flugqu. 23 Ost 7368: 2 Schlachtschiffe, 3 Krz. u. 10 Zerstörer mit Kurz 300 Grad und hoher Fahrt.
                  zu  b)     1) Am 11.10. Uboote zwischen 19.00 u. 20.00 Uhr auf 35 Grad 30 Min. Nord und 25 Grad 08. Min. Ost mit Kurs 270 Grad gesichtet.
                  zu  c)     1) Tanker “Prodromos“, D.“Elli“ u. “D.Trapani“ auf dem Marsch Piräus-Saloniki, stehen 12.10. Trikkerisperre um 18.00 Uhr, Eintreffen Saloniki am 13.10. 07.00 Uhr.
                                2) MS.“Kreta“ (Wi) 08.15 Uhr von Saloniki aus nach Piräus.
                                3) D.“Thessalia“ (Wi) am 12.10. um 09.25 Uhr von Brindisi in Piräus eingelaufen.
                  zu  e)     1) U.331 am 11.10. um 21.30 Uhr in Salamis eingelaufen.
    B. Schw.Meer:  
                  zu  a)     1) Siebelräumgruppe mit einem Schlepper und 2 Fähren Stichfahrt ab Punkt 21.-
                                2) Donauflottille, “Bechelaren“ Eisernes Tor, Dnjest Gruppe Erkundung minenfreier Weg von Ausfahrt Bugaz bis Höhe Burnus, um 17.45 Uhr Otschakow-Mündung eingelaufen.-“Romulus“ nach Linz.-
                                3) Marinelehrverband Bulgarien bei Kontrollfahrt am 11.10. querab von Sveti-Konstantin eine verankerte Mine gefunden und zur Detonation gebracht.
                                4) Nach Funkbeobachtungen:
12.10. 08.00 Uhr Qu. 07.83 1 Frachter mit einem leichten Kreuzer Kurs Odessa, mittl. Fahrt.
11.10. 15.00 Uhr: 1 Uboot vor der Westküste Krim und mehrere unbekannte Einheiten, darunter vormutlich 2 Zerstörer u. 4 weitere Uboote.
                                5) Tagaufklärung:
05.50 Uhr 1 Transporter von 12 000 Brt mit 2 Lufttorpedos angegriffen. Kein Erfolg beobachtet. Ein kleiner Frachter (2000) Brt. 10 sm westlich Ak Metschet Kurs 45 Grad, geringe Fahrt.
08.56 Uhr Hafen Risk 1 Zerstörer, 1 Frachter (500 BRT) 1 Schwimmdock. Im Vorhafen 1 Tanker (200 BRT).
08.56 Uhr meldet Fernaufklärungsgruppe 121 4 sm westl. Jeisk einen Seeflughafen.
10.05 Uhr Qu. 1761 mittl. Frachter , geringe Fahrt , Kurs West.
10.45 Uhr Qu, 3513 mittl. Frachter Kurs Nord geringe Fahrt.
10.55 Uhr im Hafen Jeisk 17 Wasserflugzeuge, im Hafen Alutschta: 1 Zerstörer, 1 Frachter (ca. 5000 BRT) , 1 Schwimmdock.
12.06 Uhr in Eupatoria 1 Tanker (3 – 4000 t) eingelaufen, 10 Schiffe vor Anker.
15.20 Uhr Qu. 66734 anscheinend 1 leichter Kreuzer im Schlepp Kurs SSO.
Qu. 66564 3 grosse Frachter vor Anker.
16.55 Uhr Qu. 2651 1 Frachter über 8000 BRT Kurs 30Grad (18-20 km) .
Qu. 2521 grosser Frachter u. 3 mittl. Fracher, 1 S-Boot Kurs 340 Grad , mittlere Fahrt.
Qu. 0768 gestopptes Torpedoboot.
                  zu  d)     1) Mar. Lehrverband Bulgarien Kontrollfahrten bis Punkt 12 rot und zurück.
                                2) 3 bulg. T-Boote Ubootssicherung für Geleit “Murgescu“ zwischen Caliacra und Punkt 12 rot.
                                3) Rückmarsch 4 Schlepper von Bugaz nach Entscheidung Chef Donauflotille.
                                4) “Brünhild“ und Dnjestr-Gruppe Rückmarsch nach Werft Galatz zur Ueberholung. Flottentender “Gernot“ am 13.10. nach Turnu-Severin zur Ueberwachungsgruppe Eisernes Tor.
                  zu  e)     1) Schiff 29 fahrbereit. “Krimhild“ und “Uta“ in Linz, “Sokrates“ zum Umbau in Severin, übrige Einheiten in Galatz.
                                2) Zwei rumänische Torpedoboote und 2 rumänische Kanonenboote aus Burgas in Varna eingelaufen.
                Mar.Gr.Süd Op 4504/41 gKdos.
         Nach Mitteilung der Marinemission Rumänien hat das Oberkommando des Heeres verboten, weitere Siebelfähren-Transporte durchzuführen . Worauf dieses völlig unverständliche Verbot zurück zuführen ist, kann ich mir nicht erklären, wahrscheinlich handelt es sich wieder um einen Irrtum der vielen, mit den Siebelfähren befassten,Instanzen. Möglicherweise ist der Siebelfähren-Transport nach Bugaz, bei dem Brennstoff für die Luftwaffe mitgenommen worden ist, der Anlass zu diesem Verbot. Ich bitte in einem längeren Fernschreiben das Oberkommando des Heeres, dieses offenbar auf einem Missverständnis beruhende Verbot aufzuheben und weise darauf hin, dass die Ueberführung der Siebelfähren über See als Seeoperation zu betrachten und im Rahmen der zugestanden Steuerung durch die Kriegsmarine liegt. Es ware widersinnig, diese sowieso notwendigen Marsche über See nicht gleichzeitig zu Transporten für Heer und Luft auszunutzen, im übrigen würde ein Verbot für den Einsatz der Siebelfähren nur bedeuten, dass diese bis auf weiteres in Konstanza liegenblieben und auch für andere Heereszwecke nicht zur Verfügung stehen, da die Operation des Seemarsches nur dann möglich, wenn die Steuerung bei der Marine lage. Zusätzlich bitte ich noch, mir weitere 6 Siebelfähren für Minensuchzwecke bis Erledigung der Minenaufgaben zur Verfügung zu stellen.
         Der Verlust eines 3. FR-Bootes zwingt mich, auf die in Serbien eingesetzten FR-Boote zurückzugreifen. Im Interesse der Serbien-Aufgabe will ich mich aber zunächst mit 2 Booten begnügen und richte ein dementsprechen des Fernschreiben an den Wehrmachtsbefehlshaber und an das 18. A.K. Ich weise gleichzeitig den beim A.K. kommandierten Kapitän zur See Aschmann an, die Frage zu prüfen, ob nicht auch Schlepper der ETRA-Südost bewaffnet und in den Patrouillendienst eingesetzt werden könner als Ersatz für die FR-Boote , die nunmehr ihrer eigentlichen Zweckbestimmung, den Minensuch zugeführt werden.
         Auf eine Anfrage von mir geht die Weisung des Oberkommandos der Marine ein, dass die Strasse von Kertsch in den Luftmineneinsatz mit einbezogen werden darf. Dieser Wunsch entsprach auch der Ansicht des General Zander in Bukarest. Bei dieser Gelegenheit frage ich ausserdem an, ob neue Ueberlegungen über die Verminung von Odessa und Noworossisk bei der Marinemission aufgetreten sind und ob nach den dort vorliegenden Nachrichten noch Nachschub nach Odessa festzustellen ist.
     
подпись командующего военно-морской группой «Юг» адмирала Шустера (Admiral Schuster)

Использованные источники

[1] Kriegstagebuch des Marine Gruppenkommandos Süd für die Zeit vom 1.10.-15.10.41. (предоставлено Морозовым М. Э.).

Дата последнего изменения: 28.02.2018.

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