германский военно-морской флаг

Kriegstagebuch des Marinegruppenkommandos Süd 10.10.1941

германский военно-морской флаг
Datum und Uhrzeit Angabe des Ortes, Wind, Wetter, Seegang, Beleuchtung, Sichtigkeit der Luft, Mondschein usw. Vorkommnisse
     
  Sofia,  
  den 10.Oktober 1941.      Lagemeldung vom 10. X.41 – 18.00 Uhr:
    A.Ägäis.
       zu  a)     1) Dardanellenüberwachung planmässig ohne Vorkommnisse. Minensucharbeiten, U-Jagd im Seegebiet Saloniki, Lemnos, Volos, Golf von Athen planmässig ohne Vorkommnisse.
                     2) Aufkl.Gruppe 126 Sicherung von 06.00 Uhr – 18.30 Uhr mit 2 Fokkern und 2 HE 60 an 2 Geleitzügen. 15.05 – 17.15 Uhr Suche mit einer HE 60 nach vermisstem ital. Minensuchboot, das in Bucht Insel Keos gefunden wurde.
       zu  b)     1) Feindliches Uboot 13.15 Uhr östl. Kythera mit Kurs West durch Flugzeug gesichtet.
       zu  c)     1) Dampfer “Catharina Madre“ und “Santa Fee“ Geleit “Sirio“ und “Álcione“ 9.X. 21.15 Uhr von Suda in Piräus ein.
                     2) Dampfer “Santorini“ Saloniki ein.
       zu  d)     1) 11.X. TD.“Prodromos“, Dampfer “Elli“, “Trapani“ “Catharina Madre“ und “Volota“ Geleit 4 T-Boote 1 S-Boot 06.00 Uhr Saloniki aus nach Piräus westl. Euböa.
                     2) 12.X.Dampfer “Virginia S“ 06.00 Uhr Cavaliani-Sperre aus nach Piräus Geleit 2 T-Boote 1 S-Boot.
    B.Schwarzes Meer.
       zu  a)     1) Siebeltransport 9.X. 18.30 Uhr planmässig Bugaz ein 4 Amselschlepper wegen Wetterlage Bugaz geblieben.
                     2) Minenwurfgruppe “Carol“ 9.X.nachmittags Sperrstücke planmässig gelegt.
                     3) Donauflottille: “Th.Wallner“ und 4 FR-Boote Erkundung Gebiet Bugaz.“Brunhild“ in Oceacov-Mündung.“Uta“ linz Bechelaren-Gruppe wie bisher.
                     4) Minensuchen Bug durch Seekommandant U wieder aufgenommen und mittags wegen Wetterlage wieder abgebrochen.Boote auf Rückmarsch anscheinen von Rumänen mit M.G. und Gewehr beschossen. Feuer erwidert.
                     5) Notgewassertes deutsches Aufklärungsflugzeug 18.30 Uhr von bulg. SBoot gefunden und 10.X 04.00 Uhr Varna eingeschleppt.
                     6) Nachtaufklärung: 9.X. 22.58 Uhr 16 sm südl. Cap Tendra, 1 Frachter, 2 Begleitboote gesichtet, 23.06 Uhr 4 sm südl. Cap Tendra 1 Frachter, 3 Begleitboote Kurs NW.
                     7) Tagaufklärung: 07.50 Uhr bei Cap Tendra 1 Tanker 07.25 Uhr westl. Cap Tandra Geleitzug von 2 mittl. Frachtern 2-8000 ts, 1 kl. Frachter 2 000 ts, 1 S-Boot Kurs 280 Grad mittl. Fahrt.08.45 Uhr zwischen Cap Tendra und Odessa 2 mittl. Frachter, 1 Zerstörer, 2 Wachboote, Kurs 280 Grad. 08.16 Uhr ca 3 sm östl. Cap Tarchankutsch 1 mittl.Frachter, Kurs 180 Grad 10 sm.09.18 Uhr ca 4 sm südl. Cap Tarchankutsch 1 Tanker, 1 Zerstörer, Kurs 280 Grad, 10 sm. 12.50 Uhr Qu. 0763 1 grosser, 1 mittl. Frachter.Mit Zerstörergeleit und 2 Wachbooten, Kurs 260 Grad 12 – 14 sm 15.40 Uhr Qu. 2619 mittl. Frachter, Kurs NW. 15.50 Uhr Qu.3671 mittl.Frachter, 2 Wachboote, Kurs N. 16.19 Uhr Qu. 26487 mittl. Frachter gestoppt.
       zu  b)     1) Im Nachgang zu KR-Meldung vom 10.X. rum. Hilfsminenleger “Regele Carol“ nach Auslaufen Varna zur Fortsetzung Sperraufgabe mit 150 Minen Detonation Vorschiff. 12.18 Uhr gesunken,in 43 Grad, 10,5 Min. Nord, 28 Grad 00 Min. Ost. keine Verluste. Annahme Mar.Mission Rumänien, Minentreffer.
       zu  d)     1) Fortsetzung Sperraufgabe vor Burgas.
                     2) Rückmarsch Amselschlepper von Bugaz nach Konstanza.
                     3) “Murgescu“ mit Zerstörersicherung Varna nach Konstanza.
        Marine Gruppe Süd op 4501/41 gKdos.
         Nachdem in der KR-Meldung von heute morgen als Ursache des Verlustes des “Regele Carol“ Torpedotreffer angenommen wurde, ist jetzt ein feindlicher Minentreffer wahrscheinlich. Dieser Minentreffer würde allerdings bedeuten. daß trotz der kürzlich ausgelegten Sperre ein russisches Uboot in der Nacht vor dem Auslaufen der rumänischen Streitkräfte aus Varna die Minen gelegt hat, da der Weg am Abend vorher noch einmal abgesucht worden ist. Sollte dies der Fall sein, so zeigt das russische Uboot immerhin eine bemerkenswerte Einsatzfreudigkeit, die bestimmt z.T. auf die den Russen je bekannte Schwäche der bulgarischen Verteidigungen zurückzuführen ist. Ich bin aber der Überzeugung, daß die schon öfter gemeldete feindliche Agententätigkeit in Varna, die dort unter der ganz öffentlichen Leitung des russischen Konsuls vor sich geht, des Russen derartige Operationen erleichtert. Vielleicht sind die Russen über die Ein- und Auslaufkurse und die Lage der Sperren auch schon im Bilde. Dies ist nicht allein auf die Schwatzhaftigkeit der mit der Durchführung betrauten rumänischen und bulgarischen und leider auch der deutschen Soldaten zurückzuführen, sondern zweifellos auch auf bulgarische Soldaten, die im feindlichen Nachrichtendienst tätig sind. Ein derartiger nachweislicher hall eines bulgarischen Unteroffiziers ist mir durch die Abwehr zur Kenntnis gekommen. Wie bereits früher festgestellt, gibt es ja auch einzelne bulgarische Offiziere, die aus ihrer Russlandfreundlichkeit keinen Hehl machen und zweifellos sich auch dem feindlichen Nachrichtendienst zur Verfügung stellen.
           U 331 meldet ein Artillerie-Gefecht mit einem bewaffneten englischen Motorleichter vor der afrikanischen Küste. Ein Unteroffizier gefallen, ein Soldat verwundet, Boot leicht beschädigt. Das Boot muss einlaufen.
           Die Vorbereitungen für das Nachschubunternehmen nach Skadowsk laufen weiter. Die Erkundungen in beiden Zielhäfen Skadowsk und Chorly ergeben Auslademöglichkeiten mit eigenem Geschirr und Abtransport mit LKW. Eine eingehende Erkundung läuft noch. Der augenblicklich sehr starke russische Geleitverkehr erscheint für einen geschickten Durchbruchversuch kein Hindernis. Dagegen halte ich nach wie vor die militärische Lage vor dem Zielhäfen als das den Erfolg der Operation bestimmende, leider aber nicht zu klärende Moment.
           Ich lasse durch die hiesige Abwehr in den feindlichen Agentendienst Nachrichten einfliessen, über Verminungen gegen Uboote in der Ägäis und vor der bulgarischen Küste. Vielleicht wirken sich diese Nachrichten wenigsten bei der russischen Mentalität abschreckend aus und ersetzen zum Teil die Dürftigkeit der ausgeworfenen Sperren, die durch den Untergang des “Regele Carol“ weiter verkürzt werden müssen.
     
подпись командующего военно-морской группой «Юг» адмирала Шустера (Admiral Schuster)

Использованные источники

[1] Kriegstagebuch des Marine Gruppenkommandos Süd für die Zeit vom 1.10.-15.10.41. (предоставлено Морозовым М. Э.).

Дата последнего изменения: 28.02.2018.

Комментарии

Комментариев пока нет.