германский военно-морской флаг

Kriegstagebuch des Marinegruppenkommandos Süd 05.10.1941

германский военно-морской флаг
Datum und Uhrzeit Angabe des Ortes, Wind, Wetter, Seegang, Beleuchtung, Sichtigkeit der Luft, Mondschein usw. Vorkommnisse
     
  Sofia, den           
5. Oktober 1941  
     Lage am 5.10.1941:   
       zu  a)     1) Dardanellenüberwachung, Minensuchen und Ujagd im Seegebiet Saloniki, Lemnos, Volos, Golf von Athen planmässig ohne Vorkommisse.
Donauflottille : “Bechelaren“-Gruppe Sicherung Esernes Tor.
                     2) Ergebnisse Luftaufklärung Schwarzes Meer:
Qu. 57563  2 kleine Schiffe Kurs 225 Grad, geringe Fahrt.
Qu. 57641  1 Frachter Kurs 45 Grad, geringe Fahrt.
Qu. 57494  1 Frachter 2 - 8000 t Kurs 170 Grad, 11 - 17 sm Fahrt.
Qu. 57453  Hafen 1 Frachter 2 - 8000 t.
Qu. 57474  Hafen 1 Frachter 2000 t.
Qu. 67564  1 Frachter 2 - 8000 t, 1 kleiner 2000 t Kurs 300 Grad, 11-17 sm.
Qu. 67583  1 Frachter 2 - 8000 t, 1 grosses Schiff 280 Grad, mittl. Fahrt 11-17 sm.
Qu. 67324  1 kleines Schiff Kurs 270 Grad, mittl. Fahrt bis 10 sm. Hafen: Frachter 2. - 8000 t, 1 kleines Schiff.
Qu. 67283  Hafen 2 mittl. Frachter 2 - 8000 t, 15 kleine Schiffe.
Qu. 67480  1 Frachter bis 2000 t, Kurs 270 Grad, 2 mittl. Fahrt. 11-17 sm.
Qu. 77234  1 grosser Frachter über 8000 t Kurs 45 Grad, mittl. Fahrt, 11-17 sm.
Qu. 7887    Hafen 1 Zerstörer, 8 mittl. Frachter, 2 - 8000 t, 10 kleine Schiffe.
Qu. 87322  Hafen etwa 20 kleine Schiffe.
Qu. 87770  4 mittl. Frachter 2 - 8000 t, 50 kleine Schiffe.
Qu. 66620  1 Frachter 2 - 8000 t, Kurs 230 Grad. geringe Fahrt bis 10 sm , 1 Tanker 8000 t, 2 Begleiter, 1 ansch. Monitor.
Qu. 57860  1 Frachter 2 - 8000 t, 1 Begleiter Kurs 240 Grad, mittl. Fahrt 11-17 sm.
Qu. 2659    Geleitzug , 1 mittl Handelsschiff 2-8000 t, 3 leichter Seestreitkräfte Kurs 280 Grad.
Qu. 2653    1 Tankschiff, 1 Wachboot.
                     3) Tätigkeit rum. Seestreitkräfte : Schlepper A, B, D, F und “Albatros“ Einfahrtweg nach Konstanza abgesucht, keine Minen. Schlepper “Istria“ und “Duca“ auf Horchposition vor Konstanza.
       zu  b)     1) Franz. D.“Th.Gautier“ auf Marsch von Saloniki nach Piräus 4.10. 19.00 Uhr auf 37 Grad 45 Min . N und 24 Grad 35 Min. O torpediert und gesunken. D. war im Geleit mit D. “Torcello“ , T-Booten “Monzambano“ , “Calatafimi“ und “Aldebaran“. U-Bekämpfung mit mit Wasserbomben von “Monzambano“ durchgeführt. “Monzambano“ beobachtet schwere Unterwasserdetonation, sodass Annahme , dass Uboot vernichtet. Keine Teile geborgen. Von “Th. Gautier“ durch “Monzambano“ übernommen 77 Mann der Besatzung darunter franz. Mar.Att. 13 Verwundete, davon 6 schwer. 1 Mann tot, 18 Mann vermisst. Gesamtstarke 109 Mann. Nachsuche 5.10. durch Flugzeuge ergibt im Seegebiet nur 2 grosse Oelflecke.
                     2) 15.08 Uhr Ubootsalarm 5 km ostw. Rethymnon küstennähe.
                     3) Ubootsangriff auf rum . Zerstörer “Regina Maria“ bei Kap Tuzla ohne Erfolg.
       zu  c)     1) Suda eingel.: “D.Salzburg“ mit “Sella“ 4.10. 16.00 Uhr von Iraklion.
                     2) Piräus aus:    D.“Ithaka“ 5.10. 06.15 Uhr nach Suda mit Truppen und Wehrmachtsgut.
            ein:    TD.“Torcello“ 5.10. 02.10 Uhr von Saloniki.
       zu  d)     1) D.“Delos“ und “Ithaka“ mit T-Booten “Alcione“ und “Sirio“ auslaufen 6.10. 05.00 Uhr Kavalliani-Sperre nach Iraklion.
                     2) TD.“Rondine“ auslauft 6.10, Iraklion 09.00 Uhr mit T-Booten “Sella“ und “Castelfidardo“ nach Suda.
                     3) D.“Salzburg“ und “Trapani“ auslaufen 6.10. Suda 14.00 Uhr mit T-Booten “Sella“ und “Casltelfidardo“ nach Piräus.
                     4) Dritte ital. Transportstaffel-D.“Citta Savona“ und “Citta Allssandrina“ mit T-Booten “Crispi“ , “Cassiopeia“ u. H-Kreuzer “Barletta“ auslauft 6.10. Pirauml;us 14.00 Uhr nach Iraklion.
       zu  e)     1) “Uta“ , “Krimhild“ Marsch nach Linz. “Brünhild“ , “Wallner“, 4. Gruppe, Sperrbrecher Galatz. Rum.Zerstörer “Regina Maria“ K.B.
       zu  f)     1) “Th.Gautier“ siehe unter b) 1).
                     2) D.“Yalowa“ Totalverlust. Vorauss. Bergungsdauer geschätzt 2 Monate. Daher zunächst abgebrochen. Wertvolle Ausrüstungen geborgen. Schiff bleibt zunächst bewacht, da Oberdeck noch betretbar.
         Ohne weiteres Unterlagen kann ich die Vernichtung des Uboots durch “Monzambano“ nicht anerkennen. Die Marinemission Rumänien bittet das A.O.K. XI die Genehmigung des O.K,H. für einen Sprengstoff-Transport auf 6 Siebelfähren von Konstanza nach dem Dnjestr herbeizuführen. An sich ist diese Anfrage m.E. nicht notwendig, da die Steuerung der Siebelfähren mit Einverständnis des O.K.H. bis zum Zielhafen bei der Marine liegt und derartige Marsche über See selbstverständlich zu Transportzwecken mit ausgenutzt werden können.
       In der nächsten Tagen läuft das Auslegen weiterer Ubootsabwehrsperren durch die rumänischen Seestreitkräfte unter der führung von Kapt.z.See Kreisch in Zusammenarbeit mit den Bulgarien. Das bulg. Kriegsministerium hat die Zusage für die Verlegung rum. Verbande nach Varna und Burgas gegeben.
       Der Verlust des Dampfers “Th.Gautier“ trotz starker Sicherung veranlasst mich, an den Admiral Äegäis folgendes Kernschreiben zu richten:
    gKdos.  
                     1)        Besteht dort Kindruck, dass Italiener ausreichend mit Kriegserfahrungen der Ubootssicherung verträut?
                     2)        Erscheint es durchführbar, ausser der Sicherung in gefährdeten Gebieten zusätzlich ZickZack zu fahren.?
                     3)        Auf die Möglichkeit , vor Passieren gefährdeter Stellen einige Wasserbomben als Schreckbomben zu werfen, wird hingewiesen. Dies wohl besonders zweckmässig , wenn Uboot, wie bei “Gautier“ in dem Gebiet bereits vorher festgestellt.
                     4)        Bitte prüfen, ob nicht Geleitzüge so einzurichten, dass besonders gefährdete Stellen bei Helligkeit und mit Luftsicherung und vorangegangener Lufttüberwachung passiert werden.
                     5)        Genaue Nachprüfung der Verhältnisse beim Geleitzug , Geleitordnung , Fahrt, Position, Massnahmen erscheint in jedem Falle, vor allem nach einem feindlichen Angriff notwendig, schon um Erfahrungen zu sammeln und eigene Streitkräfte belehren zu können.
                     6)        Falls durchführbar hält Gruppe Prüfung zweckmässig, ob nicht rückkehrende Boote Frauenheim ein oder 2 Tage in Brennpunkten feindlicher Ubootstätigkeit nach genauer Verabredung mit Fliegern eingesetzt werden können.
                      Mar.Gr.Süd Op  
           Zur Klärung der Lage in dem Gebiet bei Tendra und in dem für die Sonderaufgabe vorgesehenen Zielhafen Skadowsk gebe ich folgendes Fernschreiben an die MarineMission Rumänien:
                     1)        Gruppe hält Aussagen russ. Obersten über Minen bei Tendra insofern für falsch, als bestimmt nicht Minen auf ganzer angegebener Strecke liegen. Da aber offenbar mit Minen gerechnet werden muss, werden diese in erster Linie an Landungsplätzen und vor der uns interessierenden Einfahrt liegen.
                     2)        Nachprüfung dieser Einfahrten erscheint deshalb dringend notwendig. Kommt improvisiertes Minensuchen mit behelfsmässigen Fahrzeugen von innen heraus nach See zu in Frage? Ggf. mit Pionierfahrzeugen. Zu auffallende Tätigkeit wird allerdings auch russ. Aufmerksamkeit und Gegenmassnahmen nach sich ziehen. Obwohl Gruppe nicht annimmt, dass hier Magnetminen liegen, vielleicht auch Nachprüfung mit Räumflugzeugen , die auch Erfahrung im Sichten von Minen haben, sofern Einsatz und Jagdschutz möglich.
                     3)        Gruppe annimmt, dass nach Besetzung Tendra Feststellung freien Fahrwassers unter der Küste einfacher. Welche Absichten liegen bei A.O. K. zur Inbesitznahme Tendra vor?
                     Mar.Gr.Süd Op"
         Die Zusammenarbeit zwischen der Marinemission Rumänien als dem Seebefehlshaber Schwarzes Meer und dem Marineverbindungsstab Bulgarien hat bereits öfter geführt, dass von Seiten der Gruppe in die mangelhafte, wechselseitige Unterrichtung und Zusammenarbeit eingegriffen werden musste. z.Teil lag es zweifellos daran, dass der Chef des Marineverbindungsstabes Bulgarien glaubte, innerhalb der bulgarischen Küste allein disponieren zu können und sich gewissermassen der Marinemission gleichgestellt fühlte, wahrend die Seeaufgaben und auch die Geleitführung im Schwarzen Meer nur unter einer einheitlichen taktischen Führung , also in diesem Falle der Marinemission , möglich sind Ich muss dabei anerkennen, dass die gestellten Aufgaben für den Marineverbindungsstab wegen des Mangels an geeigneten Offizieren sehr schwierig ist, und dass schon aus diesem Grunde die Führung der bulgarischen Marine wie aber auch die Zusammenarbeit mit den übrigen deutschen Dienststellen leidet. Die wieder einmal festgestellte unzureichende Unterrichtung nehme ich zum Anlass, um noch einmal meine Auffassung über die Zuständigkeit der einzelnen Dienststellen fernschriftlich festzulegen:
           “gKdos.
       Gruppe hat Eindruck, dass Zusammenarbeit bei gemeinsamen Seeaufgaben im Schw. Meer noch nicht so eingespielt, wie erforderlich. Gruppe legt deshalb noch einmal folgende Richtlinien fest:
                     1)        Marinemission als Seebefehlshaber Schwarzes Meer hat gesamte Steuerung aller Aufgaben im Schw. Meer. Seine Organe hierzu Chef Marine-Lehrkdo mit rum. Seestreitkräften und Chef Mar.Verb.Stab Bulgarien mit bulg- Seestreitkräften.
                     2)        Durchlaufende Transporte aus Aegäis ins Schw. Meer werden von Mar. Mission unmittelbar mit Adm. Aegäis verabredet unter laufender Benachrichtigung Gruppe.(Gruppe verabredet unter laufender Benachrichtigung) Gruppe übernimmt entsprechende Unterrichtung des Attachee Istambul.
                     3)        Ueber Seeoperationen, die sich entweder nur vor der rumänisch-russichen Küste oder nur vor der bulgarischen Küste abspielen, muss Marinemission so rechtzeitig unterrichtet werden, dass Mar.Mission diese Operationen mit etwa beabsichtigten durchlaufenden Geleitzügen oder gemeinsamen rumänisch-bulgarischen Operationen in Einklang bringen kann. Die Führung bei gemeinsamen Aufgaben liegt beim Chef. Mar.Lehrkdo. Konstanza, der in allen Fragen der Durchführung unmittelbar mit Chef Mar.Verb.Stab Bulgarien Varna Verbindung hält.
                     4)        Die unzureichenden Nachrichtenverbindungen, vor allem such nach Istambul, machen es notwendig, dass alle Befehle für Operationen und Geleite frühzeitig bis zu den untersten Stellen durchkommen. Befehle, die nur 24 Stunden vorher herausgehen, sind in den meisten Fallen nicht zeitgerecht durchführbar. Mar.Mission Rumänien muss deshalb über Bereitschaft, laufende Aufgaben und Absichten des Chef Mar.Lehrkdo. und des Chef Mar.Verb.Stab Bulgarien so rechtzeitig unterrichtet sein, am besten durch tägliche Meldungen, dass Marinemission Gesamtsteuerung in der Hand behalten kann. Ebenso muss umgekehrt Marinemission beide Stellen über eigene Absichten auf dem laufenden halten. Ständig enge Verbindung zwischen Chef Lehrkdo. und Mar.Verb.Stab Varna unbedingt erforderlich.
                     5)        Zurstärkeren Einwirkung auf bulgarische Marine wird Chef Mar.Verb.Stab Bulgarien Varna voraussichtlich ähnlich wie Chef Mar.Lehrkdo. in bulgarische Marine-Organisation eingebaut.
                      Mar.Gr.Süd Op 4361/41 gKdos. 
     
подпись командующего военно-морской группой «Юг» адмирала Шустера (Admiral Schuster)

Использованные источники

[1] Kriegstagebuch des Marine Gruppenkommandos Süd für die Zeit vom 1.10.-15.10.41. (предоставлено Морозовым М. Э.).

Дата последнего изменения: 12.11.2013.

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